Thailand zählt zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Aber wie überall auf der Welt gibt es auch hier typische Abzockmaschen und Betrugsversuche. Besonders betroffen davon sind touristische Hotspots wie Bangkok, Phuket, Pattaya oder Koh Samui.
Viele der Abzockmaschen in Thailand sind harmlos. Einige Scams können aber auch hunderte Euro kosten oder durch unnötigen Stress den gesamten Urlaubstag versauen.
Die gute Nachricht: Die meisten Touristenfallen in Thailand lassen sich einfach vermeiden, wenn man die typischen Tricks kennt. Deshalb findest du in diesem Artikel eine komplette Übersicht mit den bekanntesten Abzockmaschen in Thailand und konkrete Tipps, wie du dich davor schützen kannst.
Inhaltsübersicht
Digital Arrival Card Scam – die erste Abzocke beginnt schon vor der Reise
Seit der Einführung der Digital Arrival Card müssen Thailand-Urlauber vor der Einreise ein digitales Einreiseformular online ausfüllen. Genau das nutzen inzwischen einige Fake-Webseiten aus, die gezielt Werbeanzeigen für relevante Suchbegriffe auf Google schalten.
Unerfahrene Urlauber landen schnell auf Webseiten, die offiziell wirken, obwohl sie es nicht sind. Dort werden hohe Gebühren verlangt, obwohl die Beantragung der Digital Arrival Card für Thailand kostenlos ist.
Besonders kritisch: Hier gibst du sensible Daten wie deine Passinformationen an. Das digitale Einreiseformular solltest du daher ausschließlich über die offizielle Webseite beantragen.
Taxi Scam in Thailand – warum Touristen oft viel zu viel bezahlen
Der klassische Taxi-Scam gehört zu den häufigsten Abzockmaschen in Thailand. Besonders in Bangkok passiert es regelmäßig, dass Fahrer Touristen überteuerte Festpreise anbieten, statt das Taxameter zu benutzen.
Vor allem an Flughäfen, Touristenattraktionen oder bekannten Hotels stehen häufig Taxis, die gezielt auf Touristen warten. Sobald man einsteigt, kommen dann typische Aussagen wie:
- Taxameter kaputt
- Zu viel Verkehr
- Festpreis ist besser
Viele Thailand-Urlauber wissen nicht, wie günstig normale Taxifahrten sind, und lassen sich schnell auf zu hohe Festpreise ein. Teilweise zahlt man so das Doppelte oder Dreifache des eigentlichen Fahrpreises. Zusätzlich kann es passieren, dass Fahrer absichtlich Umwege fahren oder behaupten, sie hätten kein Wechselgeld.
Am einfachsten vermeidest du diese Abzocke, indem du konsequent auf eine Fahrt mit dem Taxameter bestehst. Außerdem hilft es, die Route grob über Google Maps mitzuverfolgen. An touristischen Attraktionen lohnt es sich oft, ein paar Straßen weiterzugehen und dort ein reguläres Taxi anzuhalten. Wartende Fahrzeuge direkt vor Sehenswürdigkeiten sind hingegen bewusst auf Touristenfang ausgerichtet und fahren meist nur zum Festpreis.
Noch entspannter funktioniert es mit Apps wie Grab oder Bolt. Dort zahlt man zwar etwas mehr als für eine reguläre Fahrt mit dem Taxameter, sieht dafür aber den finalen Preis vor Fahrtantritt. Zusätzlich umgeht man so Verständigungsprobleme und findet auch in abgelegeneren Gegenden problemlos ein Taxi.
TukTuk-Scam – die nervige Touristenfalle in Bangkok
Die TukTuk-Abzocke zählt zu den Klassikern unter den Scams in Thailand. Besonders rund um den Grand Palace oder die Khao San Road werden Touristen häufig von Betrügern angesprochen.
Oft beginnt alles mit einem scheinbar freundlichen Gespräch. Jemand erzählt dir, dass der Grand Palace heute geschlossen sei oder gerade eine besondere Zeremonie stattfinde. Stattdessen wird dir eine Stadtrundfahrt im TukTuk mit Stopps bei verschiedenen Tempeln und Sehenswürdigkeiten angeboten.
Nach dem ersten Tempel stoppen solche Touren dann bei Schneidern, Juwelieren oder Reisebüros mit Wucherpreisen. Dort versuchen Verkäufer Druck aufzubauen, um dir teure Produkte oder Touren zu verkaufen. Die TukTuk-Fahrer erhalten im Gegenzug eine Provision und bringen dich daher oft gleich zu mehreren Shops dieser Art.
Besonders auffällig sind Aussagen wie:
- Nur heute
- Spezialpreis
- Government Shop
Wichtiger Hinweis: Auch reguläre TukTuk-Fahrten können sich zu Verkaufsfahrten entwickeln. Stelle immer sicher, dass der Fahrer auf direktem Weg zum Ziel fährt, ohne zusätzliche Zwischenstopps. Gerätst du unbewusst doch in ein Abzock-TukTuk, solltest du die Fahrt möglichst schnell abbrechen.
Roller mieten in Thailand – Vorsicht bei der Kaution
Roller mieten gehört für viele Thailand-Reisende zum Alltag. Gleichzeitig gibt es bei Rollervermietungen immer wieder Probleme mit angeblichen Schäden oder fragwürdigen Kautionsforderungen.
Besonders kritisch wird es, wenn Vermieter den physischen Reisepass als Kaution verlangen. Dadurch hat der Vermieter ein enormes Druckmittel gegen dich in der Hand. Immer wieder berichten Touristen, dass bei der Rückgabe Kratzer oder Schäden berechnet werden, die sie selbst gar nicht verursacht haben.
Deshalb solltest du deinen Reisepass niemals im Original als Kaution hinterlegen. Sicherer ist eine Passkopie zusammen mit einer angemessenen Bargeldkaution (als Orientierung: 3.000–5.000 THB).
Empfehlenswert ist es, den Roller über die eigene Unterkunft zu mieten. Preislich zahlt man hier zwar etwas mehr pro Tag, dafür entfällt oft eine Kaution.
Außerdem solltest du direkt zu Beginn vorhandene Schäden ausführlich mit Fotos oder Videos dokumentieren. So kannst du Probleme und Diskussionen bei der Rückgabe vermeiden. Das gilt übrigens nicht nur für Roller, sondern auch beim Verleih von Jetskis oder beim Auto mieten in Thailand sowie bei der Kaution für Mietwohnungen.
Floating Market Scam – teure Bootstouren statt authentischem Marktbesuch
Der Damnoen Saduak Floating Market gehört zu den bekanntesten schwimmenden Märkten in Thailand. Er liegt etwa zwei Stunden außerhalb Bangkoks und macht regelmäßig negative Schlagzeilen als Touristenfalle.
Ein häufiger Trick läuft so ab: Taxifahrer bringen Besucher nicht direkt zum eigentlichen Markt, sondern zu abgelegenen Anlegestellen, wo extrem teure Bootstouren verkauft werden.
Viele Touristen glauben, dass dies der normale Zugang zum Floating Market sei, und zahlen mehrere tausend Thai Baht für eine einfache Bootsfahrt. Tatsächlich ist der Markt auch ganz normal mit dem Auto erreichbar, und Bootstouren vor Ort kosten nur einen Bruchteil davon.
Am besten buchst du Touren bereits im Voraus bei seriösen Anbietern mit guten Bewertungen. Bei eigener Anreise solltest du unbedingt darauf achten, wirklich direkt bis zum offiziellen Markt zu fahren. Außerdem lohnt es sich, vor Ort die Preise verschiedener Verkäufer zu vergleichen, da diese bei Touristen oft deutlich höhere Preise aufrufen.
Was viele Reisende nicht wissen: Auch in Bangkok selbst gibt es diverse kleinere Floating Markets. Diese haben meist nur am Wochenende geöffnet, sind dafür aber günstiger und weniger touristisch.
Die Bar Falle – „nur ein Drink“
Besonders in touristischen Nachtleben-Gegenden kommt es immer wieder zu sogenannten Bar-Scams. Der Ablauf ähnelt sich oft: Man wird auf der Straße von Mitarbeitern einer nahe gelegenen Bar angesprochen. Mit Versprechen von günstigen Preisen oder Sätzen wie „nur ein Drink“ oder „nur kurz schauen“ locken sie Touristen gezielt in die Bar.
Dort angekommen gesellen sich weitere Personen (meist Damen) zu dir an den Tisch und verwickeln dich in ein Gespräch. Kurze Zeit später kommen die ersten Getränke, ohne dass du jemals eine Karte mit den offiziellen Preisen gesehen hast.
Die böse Überraschung folgt am Ende: Die Rechnung ist plötzlich extrem hoch, und es werden genau die teuersten Getränke berechnet. Zusätzlich sollst du die Damen an deinem Tisch einladen, die sich im Nachhinein als Mitarbeiter der Bar entpuppen.
In dieser Situation bleibt dir meist nichts anderes übrig, als die überteuerte Rechnung zu bezahlen. Frage deshalb immer im Vorfeld nach einer Karte mit Preisen. Ein weiteres Warnsignal sind überfreundliche Personen, die sich zu dir an den Tisch setzen und munter Getränke bestellen.
Falsche Mitarbeiter bei Bahnhöfen und Behörden
Eine weitere Abzocke in Thailand sind falsche Mitarbeiter. Sie warten meist gezielt auf Touristen an Eingängen von Bahnhöfen, Behörden oder Ämtern. Durch ihr professionelles Auftreten und teils sogar das Tragen von Uniformen geben sie sich als hilfsbereite Mitarbeiter aus.
Sie fragen freundlich, wobei sie helfen können, und sprechen meist gutes Englisch. Statt zum offiziellen Schalter bringen sie einen zu einer nahegelegenen Agentur mit kostenpflichtigen Services und Wucherpreisen.
Deshalb gilt: Immer direkt ins Gebäude gehen und auf die offizielle Beschilderung achten.
Discover Thailand Insider Tipp: So bleibst du in Thailand auf der sicheren Seite
Die meisten Abzockmaschen in Thailand lassen sich vermeiden, wenn man aufmerksam bleibt und sich nicht unter Druck setzen lässt. Viele Scams funktionieren vor allem deshalb, weil Touristen überrascht werden oder sich in einer ungewohnten Situation befinden.
Diese einfachen Tipps helfen oft bereits, nicht abgezockt zu werden:
- Auf das eigene Bauchgefühl hören
- Sich nichts von fremden Personen aufschwatzen lassen
- Bei Unklarheiten Preise im Vorfeld abklären
- Nach Möglichkeit Online-Bewertungen prüfen
- Bei Unsicherheit lieber höflich ablehnen und weitergehen
Thailand ist trotz diverser Touristenfallen insgesamt ein sehr sicheres Reiseland. Die meisten Menschen sind freundlich, hilfsbereit und ehrlich. Wer typische Scams kennt und auf sein Bauchgefühl hört, wird in der Regel nicht von Abzocke in Thailand betroffen sein!
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